Ein Drucker zieht den größten Teil seines Stroms gar nicht beim Drucken, sondern im Standby-Modus. Klingt komisch, ist aber so.
Die meisten Geräte stehen 23 Stunden am Tag rum und warten auf den nächsten Druckauftrag. Genau in dieser Zeit summieren sich die Watt zu echten Euros. Wie viel das im Jahr 2026 wirklich kostet, hängt vom Druckertyp ab und davon, wie du dein Gerät behandelst.
Die kurze Antwort: Ein moderner Tintenstrahldrucker kostet im Standby etwa 3 bis 10 Euro pro Jahr. Ein Laserdrucker kann dagegen schnell 17 bis 70 Euro jährlich verschlingen, nur fürs Nichtstun. Schauen wir uns das genauer an.
So viel Strom zieht ein Drucker im Standby wirklich
Tintenstrahldrucker sind im Bereitschaftsmodus echte Sparfüchse. Die meisten neueren Modelle liegen zwischen 1 und 3 Watt, wenn der Bildschirm aus ist und das Gerät nur im Energiesparmodus schlummert. Sobald das Display dauerhaft leuchtet, steigt der Verbrauch schon auf etwa 3 bis 4 Watt. Klingt nach wenig, läuft aber 24/7.
Bei Laserdruckern sieht die Sache anders aus. Damit der erste Ausdruck schnell rauskommt, halten viele Modelle die Fixiereinheit warm. Das kostet im Standby zwischen 5 und 20 Watt, manche ältere Geräte schlucken sogar noch mehr. Beim Strompreis von rund 40 Cent pro Kilowattstunde wird das schnell teuer.
Hier eine Übersicht, was dich der Standby-Betrieb im Jahr 2026 ungefähr kostet (bei 40 Cent/kWh und Dauerbetrieb):
| Standby-Leistung | Verbrauch pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| 1 Watt | 8,76 kWh | ca. 3,50 € |
| 3 Watt | 26,3 kWh | ca. 10,50 € |
| 5 Watt | 43,8 kWh | ca. 17,50 € |
| 10 Watt | 87,6 kWh | ca. 35,00 € |
| 20 Watt | 175,2 kWh | ca. 70,00 € |
Du siehst: Schon der Sprung von 3 auf 10 Watt verdreifacht deine Stromkosten. Genau deshalb lohnt sich der Blick aufs Datenblatt, bevor du dir ein neues Gerät zulegst.
Tintenstrahl oder Laser: Was zieht weniger Strom?
Wenn du nur ab und zu was ausdruckst, ist ein Tintenstrahldrucker in Sachen Stromverbrauch klar im Vorteil. Er braucht nur dann nennenswert Energie, wenn er wirklich arbeitet. Der Standby-Verbrauch liegt bei modernen Geräten oft unter 2 Watt. Dafür ärgern viele Menschen sich über eingetrocknete Druckköpfe, wenn das Gerät zu lange nicht genutzt wird.
Ein Laserdrucker ist beim Drucken zwar oft schneller und günstiger pro Seite, frisst aber im Standby mehr Strom. Vor allem ältere Modelle ohne ordentlichen Energiesparmodus können richtig teuer werden. Neuere Laserdrucker schalten sich nach kurzer Zeit automatisch in einen Tiefschlaf und kommen dann auf Werte unter 1 Watt, brauchen aber ein paar Sekunden länger zum Aufwachen.
| Merkmal | Tintenstrahldrucker | Laserdrucker |
|---|---|---|
| Standby-Verbrauch | 1–3 Watt | 5–20 Watt |
| Verbrauch beim Drucken | 10–30 Watt | 300–500 Watt (kurzzeitig) |
| Jährliche Standby-Kosten | ca. 3–10 € | ca. 17–70 € |
| Aufwärmzeit aus dem Tiefschlaf | kurz | etwas länger |
| Gut für | Wenig-Drucker, Homeoffice | Viel-Drucker, Büro |
Laut Herstellerangaben liegt ein HP OfficeJet Pro 9012 im Standby bei rund 5,8 Watt, was im Jahr etwa 15 Euro Stromkosten verursacht. Ein kleiner HP DeskJet bleibt dagegen mit etwa 0,18 kWh pro Woche im Jahr unter drei Euro. Der Unterschied macht sich also direkt im Geldbeutel bemerkbar.
Vor- und Nachteile vom Standby-Betrieb
Den Drucker dauerhaft im Standby zu lassen, hat seine zwei Seiten:
Vorteile:
- Drucker ist sofort einsatzbereit
- Druckkopf-Reinigungen werden seltener nötig (bei Tintenstrahl)
- WLAN-Verbindung bleibt aktiv
Nachteile:
- Dauerhafte Stromkosten, auch ohne Nutzung
- Höherer CO2-Fußabdruck
- Elektronische Bauteile altern schneller durch Dauerbetrieb
Häufige Fehler beim Drucker-Stromverbrauch
Viele Menschen machen die gleichen Denkfehler, wenn es um den Energieverbrauch geht. Die häufigsten:
- Drucker dauerhaft eingeschaltet lassen, obwohl er nur einmal pro Woche genutzt wird.
- Display dauerhaft beleuchtet lassen, statt den Energiesparmodus zu aktivieren.
- Steckdosenleiste mit Schalter ignorieren, dabei ist das die einfachste Möglichkeit, den Stromfluss komplett zu kappen.
- WLAN-Drucker unterschätzen: Geräte mit aktivem WLAN ziehen oft auch dann Strom, wenn sie aus zu sein scheinen.
- Auf den Druckverbrauch schauen statt auf Standby: Der eigentliche Druckvorgang dauert Sekunden, der Standby läuft Stunden.
In Erfahrungsberichten wird oft genannt, dass eine einfache schaltbare Steckdosenleiste die jährlichen Druckerkosten um 20 bis 30 Euro senken kann. Das ist im Homeoffice schnell amortisiert.
So senkst du den Stromverbrauch deines Druckers
Es gibt ein paar einfache Stellschrauben, mit denen du wirklich was sparst:
- Steckdosenleiste mit Kippschalter verwenden und nach dem Drucken ausschalten
- Energiesparmodus in den Drucker-Einstellungen auf die kürzeste Zeit stellen
- Bildschirm-Beleuchtung dimmen oder ganz ausschalten
- Bei Neukauf auf das Energy Star Label achten
- WLAN-Funktion deaktivieren, wenn du sowieso per USB druckst
Je mehr du dein Gerät bewusst nutzt, je weniger musst du am Ende zahlen.
FAQ: Häufige Fragen zum Stromverbrauch von Druckern
Je nach Modell zwischen 3 und 70 Euro. Tintenstrahldrucker liegen meist bei 3 bis 10 Euro, Laserdrucker können deutlich teurer werden.
Ja, gerade wenn du nur selten druckst. Eine schaltbare Steckdosenleiste spart über die Lebensdauer von sechs Jahren leicht 100 Euro oder mehr.
Häufige Erfahrungen zeigen: Ja, ein aktives WLAN-Modul zieht dauerhaft ein bis zwei Watt zusätzlich, auch wenn der Drucker scheinbar aus ist.
Das kann passieren, wenn du sehr lange Pausen machst. Bei normaler Nutzung alle ein bis zwei Wochen ist das aber kein großes Problem.
Achte auf das Energy Star Label und schau dir die TEC-Werte (Typical Electricity Consumption) im Datenblatt an. Werte unter 1 kWh pro Woche sind sehr gut.
Über das Jahr gerechnet meistens der Standby. Der aktive Druck dauert nur Sekunden, der Bereitschaftsmodus läuft rund um die Uhr.
Fazit: Standby ist der heimliche Kostentreiber
Der Stromverbrauch beim Drucker wird im Alltag oft unterschätzt. Nicht das Drucken selbst kostet richtig Geld, sondern die endlosen Stunden im Bereitschaftsmodus.
Mit ein paar einfachen Handgriffen, einer schaltbaren Steckdosenleiste und dem richtigen Energiesparmodus kannst du die jährlichen Stromkosten deutlich drücken.
Im Jahr 2026 lohnt sich das mehr denn je, weil die Strompreise auf einem hohen Niveau bleiben. Wer seinen Drucker bewusst nutzt, spart über die Lebensdauer locker 100 Euro und mehr. Das ist Geld, das du sinnvoller ausgeben kannst als für ein blinkendes Display.

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